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Kino 16.09.2026

"Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht": Zack Snyder enthüllt 19 Jahre später über seinen Mega-Blockbuster 300, was wir schon immer wussten

"Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht": Zack Snyder enthüllt 19 Jahre später über seinen Mega-Blockbuster 300, was wir schon immer wussten
Eigentlich kann man die brodelnde Homoerotik von Zack Snyders 300 kaum übersehen. Jetzt erklärt auch der Regisseur, er halte sein Werk für "den schwulsten Film aller Zeiten."300 besteht im Grunde genommen aus drei Bestandteilen: Zeitlupe, blutige Action – und stählerne Männerkörper, die im Schweiß glitzern. Queer.de  gab schon zum Kinostart ein Urteil ab, das den Eindruck von vielen Zuschauer:innen widerspiegelte – denn die Comicverfilmung strotze vor "männerbündlerischer Homoerotik". Zumindest dem letzten Teil schließt sich nun auch endlich Regisseur Zack Snyder (Justice League) an.

Wie schwul ist Zack Snyders 300 wirklich? Das sagt der Regisseur

Im Gespräch mit Variety  sprach Snyder zunächst über den Faschismus-Vorwurf, der 300 seit Kinostart überschattet. Laut Regisseur hegte ihn bereits das Publikum auf der Berlinale 2007, denn "alle buhten und verließen den Saal". Aber der Filmemacher verteidigt sich nun: "Natürlich bin ich kein Faschist. [...] Natürlich bin ich pro-gay. Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht."

Auf Nachfrage führt er aus:

300 ist einer der schwulsten Filme aller Zeiten. Ich sage immer: 'Schaut mal, es gibt wenige Filme, in die Leute als Heteros gehen und schwul wieder rauskommen, und 300 gehört zu ihnen.'

Ob er damit noch auf mehr anspielt als auf die halbnackten, muskulösen Körper von Gerard Butler und Co., verrät Zack Snyder nicht. Offen queere Repräsentation sucht man im Film natürlich vergebens. Aber Action-Blockbuster ohne LGBTQIA+-relevanten Plot, denen ein homoerotischer Subtext zugesprochen wird, haben eine lange Geschichte im Kino – Top Gun mit seinen lasziven Volleyball-Einlagen ist ein prominentes Beispiel.

Ob Snyders mit seinem Urteil richtig liegt, ist daher wohl eine Frage der Betrachtungsweise. Man könnte etwa argumentieren, dass für den "schwulsten Film aller Zeiten" mehr vor der Kamera nötig ist als unzählige stahlharte Bauchmuskeln – etwa ernsthafte Zärtlichkeit unter Männern.

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Aber wer weiß. Vielleicht dreht Snyder ja nach seinem Kriegsdrama The Last Photograph, das 2027 erscheinen soll, ein neues queeres Meisterwerk.

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