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Rock / Heavy Metal 27.08.2026

Review zur Rom-Com "Finding Emily"

Review zur Rom-Com "Finding Emily"

Ridley Scott hat jüngst den Bestseller “Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte” von Peter Heller verfilmt. Darin geht es um den Mechaniker und Piloten Hig (Jacob Elordi), der ein einsames Leben mit seinem Nachbarn, dem ruppigen Waffennarren Bangley (Josh Brolin) und seinem Hund Jasper führt. Jahre zuvor hat eine Pandemie einen Großteil der Weltbevölkerung ausgelöscht; die vereinzelten Überlebenden nennen sie “Roaches” – Kakerlaken, irgendwie unkaputtbar, in dunklen Ecken lauernd. Hig hat, wie so viele andere, seine Familie verloren. Die Menschen leben nun zurückgezogen, pragmatisch und argwöhnisch gegenüber Fremden, vermissen die Vergangenheit und fürchten die Zukunft. Klingt vertraut? Klar, hat man ja schon in unzähligen Filmen und Serien des letzten Jahrzehnts quasi identisch gesehen. Ein Funksignal weckt in Hig jedoch die (naive) Hoffnung auf Menschlichkeit und Gemeinschaft – darauf, wieder leben anstatt nur überleben zu können. Also macht er sich auf den Weg ins Unbekannte.

Das Ende der Sterne | Post-Apokalypse-Action

Regie: Ridley Scott
Mit: Jacob Elordi, Josh Brolin, Margaret Qualley, Guy Pearce, Benedict Wong & Allison Janney
20th Century Studios/Disney, 118 Minuten
ab dem 27.08. im Kino

Das Gute zuerst: “Das Ende der Sterne” überzeugt – zumindest streckenweise – visuell. Die Filmaufnahmen von Kameramann Erik Messerschmidt (“Mank”) setzen die Berge Colorados (die eigentlich die Berge Italiens sind) gekonnt in Szene, sonst hinterlässt jedoch wenig an dem Film einen bleibenden Eindruck. Ridley Scott und Drehbuchautor Mark L. Smith (“The Revenant”, “Twisters”) sind mit diesem Streifen keine Risiken eingegangen, sondern wickeln sich sicher ein in der diffusen Endzeitstimmung, die unsere Welt prägt. Dabei setzen sie eher auf Rührseligkeit als auf klare Statements oder Spannung – was wenigstens halbwegs vertretbar wäre, würden ihre Protagonist:innen diese emotionale Bürde tragen können. Die Charaktere (neben Elordi und Brolin immerhin verkörpert von einem starken Ensemble aus Margaret Qualley, Guy Pearce, Benedict Wong und Allison Janney) sind jedoch kaum mehr als grobe Scherenschnitte; ihre Rollen und Schicksale so vorhersehbar wie eindimensional. Hätte doch der Hund nur mehr Screentime bekommen…

Ist das nun etwa diese Altersmilde? Dafür, dass der den Ruhestand verweigernde Scott sich jüngst noch als “Influencer” bezeichnet hat – als Trendsetter, der seiner Zeit als Filmemacher kontinuierlich voraus ist –, wirkt “Das Ende der Sterne” enttäuschend generisch. Vielleicht ist die Rente also doch eine Option.

6 / 12

Der Beitrag Dem Meister geht die Luft aus erschien zuerst auf VISIONS.de.

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